Voltarium

Voltarium

1. Platz im einphasigen, nichtoffenen Workshop

Berlin-Mitte, 2017

Das ehemalige Gelände der AEG zwischen Brunnenstraße, Gustav-Meyer-Allee, Voltastraße und Hussitenstraße, einst ein Zentrum des Berliner Industrieproletariats, hat sich bis zur Unkenntlichkeit gewandelt. Von der hier ehemals angesiedelten Arbeitertradition ist außerhalb der in Teilen noch vorhandenen historischen Architektur nichts geblieben. Aufgrund seiner Lage im Stadtgefüge stellt das innerstädtisch zentral liegende Areal mittlerweile ein nachgefragtes Büro— und Gewerbegelände dar, das in seiner Mitte entsprechend nachverdichtet werden soll.

Wir verstehen das Gelände als Verbindungselement von Alt und Neu und haben seinen ältesten historischen Kern, die alte Schlachthofhalle, in seiner Idee wieder aufgenommen und baulich bis an die heutige Außengrenze zur Voltastraße verlängert. Die auf dem Raster seiner historischen Kellerpfeiler errichtete Halle wie auch alle anderen eingestellten Gebäude spielen vom Grundriss bis zur Fassade mit dieser ursprünglichen Rasterung. In Interpretation der einstigen Industriebauten sind sämtliche Gebäude aus rötlichem Cortenstahl und Sichtbetonelementen konzipiert.

Entlang der Ostseite der Halle erstreckt sich ein Tiefhof, der in seinem Ausmaß ebenso mit der Kubatur der Halle und damit des historischen Gewölbekellers sowie mit dem flächigen Charakter des Gesamtareals korrespondiert. Sichtbar verbinden sich hier die historischen und neuen Elemente des VOLTARIUMs, indem sich der Gewölbekeller durch die freigelegten Gewölbebögen zum Tiefhof öffnet.

Leistung: Workshopverfahren

Größe: 22.000 qm BGF plus Tiefgarage 

Zeitraum: 2017

Partner: REALACE GmbH und ST raum a. Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH

Kunde: GSG Gewerbesiedlungs-Gesellschaft mbH